Barcelona vs. Las Palmas unter Fan-Ausschluss! Die spanische Polizei geht mit Gewalt gegen die Durchführung des katalanischen Unabhängigkeitsreferendums vor.

Ein Referendum ist Demokratie in ihrer feinsten Form. Das Volk entscheidet über seine eigene Zukunft. Ein Konzept dass man in Brüssel und auch Berlin sowie Madrid absolut verachtet und mit allen Mitteln bekämpft weil die Ergebnisse unangenehm sind für diese Regierungen und vor allem Brüssel. Was in Katalonien gerade passiert ist ein Blick in die Zukunft Europas.
Mit Gummigeschossen und Schlagstöcken ist die spanische Polizei am Sonntag gegen das Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien vorgegangen. 460 Menschen wurden verletzt, darunter auch elf Polizisten, teilte die Bürgermeisterin von Barcelona, Ada Colaut, mit. Die spanische Zentralregierung begründete das harte Vorgehen damit, dass das Referendum gegen Gesetze verstoße. Außerdem habe das Verfassungsgericht angeordnet, die Abstimmung auszusetzen.
screenshot/homepage
Das Fußballspiel des FC Barcelona gegen UD Las Palmas findet trotzdem statt. Die für 16.15 Uhr angesetzte Partie der spanischen Primera Division werde unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen, teilte der katalanische Klub mit. Zuvor hatten mehrere Medien eine angebliche Absage der Partie gemeldet. „Der FC Barcelona verurteilt die Ereignisse, die es heute in weiten Teilen von Katalonien gegeben hat, um die Bürger daran zu hindern, ihr demokratisches Recht der freien Meinungsäußerung auszuüben“, hieß es in einer Erklärung des Vereins.
Das Unabhängigkeits-Referendum in Katalonien sorgt für Aufregung im spanischen Fußball. Zunächst stand sogar eine Absage des Liga-Spiels zwischen dem FC Barcelona und La Palmas im Raum. Las Palmas hatte angekündigt, mit kleinen spanischen Flaggen auf dem Trikot antreten zu wollen. Daraufhin sah Barcelona die Sicherheit gefährdet. Zudem gab es die Androhung von Fan-Seite, nach Ankick das Feld zu stürmen und einen friedlichen Sitz-Protest abzuhalten.
Nach vielen Diskussionen gibt der FC Barcelona um 15:51 Uhr offiziell bekannt, dass das Spiel hinter verschlossenen Türen ohne Fans stattfindet. Wie Barcelona-Präsident Bartomeu erklärt, hätte Barcelona insgesamt sechs Punkte verloren - drei für Nicht-Antritt und drei als Strafe!

https://www.fcbarcelona.com/

Aktuell am 2.Oktober 2017: Katalonien-Referendum: 90 Prozent stimmten für Unabhängigkeit. Die Wahlbeteiligung lag bei  42 Prozent. Ministerpräsident Rajoy erklärt die Abstimmung für ungültig. Nach Angaben des Regierungssprechers Jordi Turull gaben aber nur knapp mehr als die Hälfte der 5,3 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimmen ab: Insgesamt seien 2,26 Millionen Stimmzettel gezählt worden, die Zahl der Ja-Stimmen habe bei 2,02 Millionen gelegen. 6,8 Prozent stimmten der katalanischen Zeitung Vanguardia zufolge gegen die Abspaltung. Barcelona spricht von 893 Verletzten.

Kommentare

  1. Der Kurt10/01/2017

    Ich habe keine Ahnung warum Katalonien unbedingt von Spanien unabhängig sein will. Man sollte den FC Barcelona aus der spanischen Liga ausschließen und dann kommen die Katalonen vielleicht wieder zur Vernunft. Was soll dieser Quatsch in dieser Zeit?

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  2. Gianotti10/01/2017

    Grenzen kann man angeblich nicht schützen, aber Wahlen kann man sehr wohl verhindern. Freiheit für Katalonien!!! Freiheit für Katalonien. Freiheit für meine Nachbarschaft.

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  3. zischerklaus10/01/2017

    Republik Katalonien, herzlich willkommen in der EU! Die Spanier sollten endlich ihre Vergangenheit unter dem Verbrecher Regime Franco aufarbeiten!

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  4. Und da gibt es noch EU Befürworter? Hallo Rot Grüne, und auch Kurz, bitte nicht zu Hause liegen und schlafen, TV ein und alle Nachrichten Sender ansehen, damit ihr mitbekommt wie man das eigene Volk zusammen prügelt.

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  5. Tante Erni10/01/2017

    Jetzt wissen wir wozu eine EU - Eingreiftruppe gebraucht wird ! Nicht um unsere Grenzen zu bewachen sondern wenn notwendig ist: das EIGENE Volk zu UNTERDRÜCKEN !! Volksabstimmungen verboten ...............

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  6. Bergler Ilona10/01/2017

    Wir brauchen in Europa sicher nicht noch ein paar eigensinnige Nationalstaaten, damit können wir gegen die „global Player“ USA, China, Russland, nicht bestehen.

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  7. Friedrich Bergmeister10/01/2017

    Polizeigewalt? Das sind eher ein paar kranke Sadisten die auf wehrlose Menschen eindreschen und ihre Gewaltfantasien ausleben! Absolut krank, dass muss Folgen haben für die Herrschaften in Madrid.

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  8. Uhustick10/01/2017

    Er hat sehr wohl Recht. Die Leute machen keine Anstalten zu gehen. Also werden sie mit jeder notwendigen Gewalt gegangen. Das ist Aufgabe, Recht und Pflicht der Polizei - ermächtigt nicht zuletzt von derselben Gesellschaft, die sich nun über Polizeigewalt beschwert.

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  9. der urlauber10/02/2017

    Die Emotionen zwischen den Katalanen und "Madrid" sind ja traditionell so hochgeschossen, da hat dann die Vernunft einfach keinen Raum mehr. Und wie lange kann man ein ganzes Volk dazu zwingen Teil eines Staates zu sein, den man seit Beginn an von katalanischer Seite ja nie wollte und abgelehnt hat. Früher oder später hat sich doch noch jedes Volk befreit oder verschwand von der Bildfläche bei dem Versuch. Das Ansinnen von "Unabhängigkeit von Spanien" ist ja jetzt nicht plötzlich und völlig unvermittelt einfach über Nacht in deren Köpfen geschossen, sondern lebt ja schon an seit Spanien sich Katalonien einverleibt hat. Ein historischer Umstand den ja auch die EU in ihren Reaktionen völlig außer Betracht lässt, und Spanien in dieser Sache den Rücken deckt und somit weiterhin in deren Arsch kriecht, denn da hört sich dann augenscheinlich und ganz offensichtlich die vielgepriesene "Vielfalt der Staaten" und der "Vielfalt der Völker" dann doch auf, und sind wohl doch nur leere Worthülsen von irgendwelchen Brüsseler oder Straßburger Pharisäern.

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