Warum ist HASS eigentlich verboten?

Man schlägt eine Zeitung auf, schaltet den Fernseher ein, sieht in ein soziales Netzwerk oder spricht einfach mit seinen Bekannten. Man dürfe die Gesellschaft nicht spalten, man solle den Hass der Bevölkerung nicht schüren, man dürfe keine voreiligen Schlüsse ziehen, alles seien Einzelfälle und so weiter und so fort. Stattdessen ruft man dann meist zum Gedenken an die Angehörigen auf und dass man nicht generalisieren darf. Wir sollten lieber Verständnis und Toleranz aufbringen und im Endeffekt die Liebe über den Hass siegen lassen.

Liebe ist stärker als Hass. 
Hass ist eine destruktive Kraft. Durch Hass kann nichts gutes entstehen. Hass ist, zusammenfassend gesagt, etwas schlechtes. Stimmt das? Nun, zunächst einmal ist Hass ein Gemütszustand wie viele andere. Etwa wie die Liebe, die eine langanhaltende Zuneigung ausdrückt, während der Hass im Gegenteil eine langanhaltende Abneigung darstellt. Kann mir bitte mal einer sagen, was daran so schlimm ist und warum wir nichts hassen und stattdessen lieber lieben sollen? Klar, es ist durchaus wünschenswert geliebt zu werden und bestimmt jeder liebt gewisse andere Menschen oder was auch immer. Aber genauso gibt es Dinge, die wir eben nicht leiden können. Nun mag ja der ein oder andere behaupten, er sei so friedlich, dass er zu Hass nicht fähig sei. Hm. Entweder ist dieser jemand dann emotional eingeschränkt, da ihm nicht die normale Spanne menschlicher Gemütszustände zur Verfügung steht, oder er ist ein Heuchler.

Hass ist eine ganz normale menschliche Emotion
Was also, liebe Gutmenschen, liebe Linke, liebe Politiker und wer auch sonst immer auf der unendlich geistreichen „Hass ist voll böd“-Schiene mitfährt, könnten Sie tun? Hm... wenn man den Hass nicht verbieten kann und gerade das, was die Politik mit ihrem Einzelfallgerede, der dürftigen Bestrafung und der fortlaufenden Einwanderungspolitik betreibt, dafür sorgt, dass der Unmut immer weiter wächst, dann sollte man, wenn wenigstens noch ein Funke von Verstand bei diesen Gruppen vorhanden ist, vielleicht mal über eine Alternative nachdenken. Ach ne, Alternativlos, hatte ich ja ganz vergessen. Aber wenn es das nicht wäre, so gäbe es eine einfache Möglichkeit: man kann den Grund für den wachsenden Hass entziehen. Also nicht das Resultat, das Sympton, sondern die Ursache, die Krankheit selbst bekämpfen. Klingt vernünftig, oder?
Wie stellen wir das an? Also, das tut mir jetzt zwar echt leid, aber im Endeffekt müsste man dafür die Politik ändern. Kriminelle Einwanderer müssten sofort ausgewiesen, Straftaten stets verfolgt und mit voller Härte bestraft, die Grenzen wieder kontrolliert und die illegale Einwanderung gestoppt werden. Aber dann wären wir ja leider keine Willkommenskultur mehr.
Zuletzt will ich mich nun noch an die Friedensbewegung und sonstige Systemkritiker wenden, die immer wieder von Liebe und Frieden labern. Ja, wir sollten doch alle auf derselben Seite und gut Freund miteinander sein. Dann bitte sollten auch Sie endlich anfangen, die Ressourcen zu nutzen, die Ihnen zur Verfügung stehen. Ja, Liebe ist ein starker Antrieb, das will ich keinesfalls abstreiten. Die Liebe zur Heimat, zur Familie, zu was auch immer, kann den Einzelnen wie die Masse dazu verleiten, Großes auf den Weg zu bringen. Doch wenn diese Liebe vom Hass auf eine Ideologie oder eine Politik überschattet wird, dann wäre letzterer ein viel stärkerer Anreiz zu produktiver Handlung. Und wer sagt denn, dass beides nicht Hand in Hand gehen kann?

Also, damit es zuletzt noch einmal ganz deutlich klar wird.
Ja, Liebe ist toll, aber wir können uns nun einmal nicht einfach alle lieb haben. Hass ist eine ganz normale menschliche Emotion, die in die richtigen Bahnen gelenkt und als Ansporn zu produktiver Tätigkeit einen selbst und die Gesellschaft insgesamt voranbringen kann. Wenn jemand dazu aufruft, den Hass zu unterdrücken oder Menschen verurteilt, nur weil sie auf eine bestimmte Art und Weise Unmut gegen eine bestimmte Sache empfinden, dann will er im Endeffekt, dass wir unser Gemüt dämpfen und ihm nicht freien Lauf lassen. Hass und Zorn haben nichts damit zu tun, dass man ausrasten und alles um sich herum kleinschlagen muss. Wenn man sie sich selbst und letztlich auch nach Außen hin, erklären kann, dann können sie eine gute Motivation darstellen, kritische Fragen zu stellen, Schwachpunkte in der Position des Gegners zu finden oder sich selbst weiterzubilden.


Hass ist ein menschlicher Zustand scharfer und anhaltender Antipathie. 
Ausgehend von der Fähigkeit zu intensiven negativen Gefühlen wird der Begriff auch im übertragenen Sinne verwendet und steht allgemein für die stärkste Form der Abwendung, Verachtung und Abneigung. Die Motive des Hassenden können teils unbewusst sein, lassen sich in der Regel jedoch bewusst machen. Als Gegenbegriff in vergleichbarer Gefühlsstärke wird vor allem die Liebe angesehen. Hass entsteht, wenn tiefe und lang andauernde Verletzungen nicht abgewehrt und/oder bestraft werden können. Hass ist somit eine Kombination aus Vernunft und Gefühl. Die Vernunft ruft nach dem Ende der Verletzung und nach einer Bestrafung des Quälenden. Laut Meyers Kleines Lexikon Psychologie ist das Gefühl des Hasses oft mit dem Wunsch verbunden, den Gehassten zu vernichten. Das Gefühl des Hassenden ist das des Ausgeliefertseins, der Gefangenschaft, der Wehrlosigkeit.

Kommentare

  1. Hipster9/22/2017

    Auf Antisemitismus und Rassismus aufmerksam machen hat nichts mit Hass zu tun.

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  2. Kurt Fellner9/22/2017

    Kunst darf/muss provozieren auch Hass, die FPÖ kann nichts anderes. ergo ist die FPÖ Kunst. so einfach.

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  3. Hinter jeder Ecke lauert sie, die linkslinke Weltverschwörung. Das Fiese daran ist, dass sie so heimtückisch zuschlägt. Ich sehe die Gefahr auch weniger von den paar Spinnern ausgehen die tatsächlich radikal sind, sondern vielmehr Sorgen mache ich mir um die politischen Ableger der Extreme und da droht die Gefahr derzeit eher von links.

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