Subventionen im Kunst und Kulturbereich sind schädlich und ruinieren den ehrlichen Wettbewerb.

In Zeiten wie diesen, wo das Geld vermehrt für Flüchtlinge, Migration, Integration, Schulen, Forschung, Bildung, Gesundheit, Sicherheit und für die Terrorbekämpfung verwendet wird, gilt es als großer Luxus auch noch Kunst und Kultur aus öffentlichen Mitteln zu finanzieren. Warum kann man  Förderungen in Kunst und Kultur nicht schließen und stattdessen Investoren begünstigen? Das würde eine gerechte Bereinigung und einen gesunden Wettbewerb erzeugen und die handelenden Personen wieder mit Respekt und Ehrgefühl in der Gunst der Gesellschaft belohnen.
Kunst und Kultur ist auch immer so etwas wie das Laboratorium der Gesellschaft. Mythen werden erkennbar, Weltbilder ausgestaltet. Subventionen verfälschen den Kunstbetrieb insofern, weil bestimmte Personen, Themen und Weltbilder unterstützt werden, nämlich diejenigen die dem Subventionsgeber dienlich scheinen, jedoch vom Publikum mehrheitlich abgelehnt werden und nur von einem kleinen Teil der Bevölkerung besucht werden .  Ansonsten bräuchte es auch keine zusätzlichen Subventionen vom Steuerzahler.

Foto:wirsolltenreden
Ein Streichen der Subventionen ist der Kunst und Kultur eher zu- als abträglich. Denn dann könnten die Zuständigen nicht mehr auf Kosten der Allgemeinheit öffentlich Werke verunstalten, die nicht dafür geeignet sind,  um dann noch zusätzlich bei einer ebenfalls subventionierten Kritikerfanbasis für  Geschmacklosigkeiten auch noch gefeiert zu werden. Präsidenten, Direktoren und Intendanten von z.B. einem Musiktheaterbetrieb  müssten dann, vermutlich zum ersten Mal in ihrem Leben, in die Hände spucken, um ein zahlendes Publikum in ihre Häuser zu locken. So erhalten(von verdienen kann keine Rede sein) diese Leute  fünfstellige Monatsgehälter, ohne wirtschaftlich tatsächlich erfolgreich zu sein.

Theater und Oper ist ein Vergnügen für wenige. Warum sollten die vielen anderen Steuerzahler dieses Vergnügen subventionieren?  Wo Theater ein wirkliches Bedürfnis befriedigt, da trägt es sich auch – wie an Beispielen aus Paris, London, New York und Tokyo zu belegen wäre.

Österreich ist ein kleines Land und trotzdem, derzeit spenden die Österreicher im Jahr etwa zehn Millionen Euro an Kultureinrichtungen – im internationalen Vergleich ist das natürlich wenig. Liegt es da nicht an den verantwortlichen Direktoren, Intendanten und Präsidenten selbst, gleich mal das Ruder in die Hand zu nehmen um die Menschen zu überzeugen wesentlich mehr dafür zu spenden?

Kunst und Kultur hat den Respekt der hart arbeitenden Bürger längst verloren. Das sollte sich schnell ändern, will man sich nicht den Ruf als dafür verantwortliche Präsidenten, Intendanten und Direktoren , nämlich als unkreative, reiche, abgehobene und weltfremde Sozialschmarotzer zu gelten, in unsere Gesellschaft auf Lebzeiten einzementieren. 

Kommentare

  1. Kurt Fellner9/04/2017

    Motive für Unternehmen?...die meisten Manager und Industriellen haben ...keinen Dunst von Kunst und das ist gut so. Deshalb geben sie noch Geld dafür aus.. wenn die wüßten...

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  2. Gianotti9/04/2017

    Fack ju Subvention! Die durchsubventionierte österreichische Kulturlandschaft produziert nur gremienverhunzte Konsensbrühe. Künstler müssen sich endlich entscheiden, ob sie Staatsflittchen sein oder Kunst hervorbringen wollen.

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  3. Uhustick9/04/2017

    Wissen wir doch über wen das Füllhorn geleert wird. Ein Sparstift brächte sofort Milliarden aber dann müssten sich vom Bürgermeister aufwärts bis zum BK deren Freunde und Nahestehenden den Gürtel enger schnallen.

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  4. Kulturchef9/05/2017

    Eine Studie zeigt, dass die finanzielle Sicherheit in Folge einer langfristig ausgerichteten öffentlichen Förderung von Opernhäusern Vielfalt fördert und Innovation unterstützt. Der Zwang zu einem hohen Eigenfinanzierungsanteil wirkt sich dagegen negativ auf Risikofreudigkeit und Angebotsreichtum in der Programmgestaltung aus. Etwas weiter gedacht, verdeutlicht eine Untersuchung damit auch, dass es in der Kulturpolitik nicht ausschließlich um finanzielle Aspekte gehen sollte, sondern vielmehr um die Frage, welche künstlerischen, bildungsbezogenen oder sonstigen nicht-monetären Ziele mit der Kulturförderung erreicht werden sollen. Innovationen, Experimente und Vielfalt sind dabei leider teurer als massentaugliche Mainstream-Angebote.

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  5. Gertraud9/07/2017

    Österreich - Ein Land fördert sich zu Tode.

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  6. Gucccci9/07/2017

    Subventionen für abgehobene und fast private Luxusfeste wie die Salzburger Festspiele gehören sofort gestoppt. Das gehört so rasch wie möglich umgesetzt! Vor allem Journalisten sollten hier den Druck auf die Regierung erhöhen, indem sie regelmäßig von verschwenderischer Förderungen berichten mit einem Link auf eine Petition, wo man für eine transparente Auflistung aller Förderungen unterschreiben kann.

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