Salzburger Festspiele 2017: Der richtige Schritt in die richtige Richtung, zu sehr später Zeit.

Die Salzburger Festspiele, ein in die Jahre gekommenes Festival braucht dringend neues Publikum und sucht selbst seine Mitte. Im Sommer 2016 erschien auf der sehr gut besuchten Homepage : AllesKlassik(Mittlerweile offline) erstmals ein stark diskutierter Artikel über die rückläufige Entwicklung bei den Salzburger Festspielen. Der für einen Außenstehenden leicht zu erkennbare Grund:  Zu alt, zu schwer, zu abgehoben.  Eine Umfrage aus dem Juni 2016 erhärtete diesen Trend:
Umfrageschock 2016:
Nein, die Salzburger Festspiele interessieren mich überhaupt nicht:  77,32%
Berichte über die Promis wären super: 0,99%
Ja, den die Festspiele gehören zu Salzburg einfach dazu: 21,70%
Aufwachen dauert:
Spätestens seit der Rechnungshof im Jahr 2012 die Salzburger Festspiele(gravierende Mängel) zerpflückt hat und die  Festspielpräsidentin Frau Helga Rabl-Stadler(seit 1995 verantwortliche Präsidentin) sich auf Grund ihres völligen Versagens  und Unwissen "geschockt" darüber zeigte, wie sehr ihr doch das Festival aus der Hand geglitten ist, hätte ein aufbäumen kommen müssen.
Mit Alexander Pereira, der 2012 bis 2014 Intendant der Salzburger Festspiele war,  hätte das wohl gelingen können, zumal der laute Intendant es zumindest öfters schaffte,  in die Schlagzeilen der aktuellen Salzburger Printmedien zu gelangen.  Die darauffolgenden 2  Jahre(2015/16), Pereira verabschiedete sich im Einvernehmen  vorzeitig  wurden von Präsidentin Helga Rabl-Stadler sowie Schauspielchef Sven-Eric Bechtolf abgearbeitet. Bechtolf meinte, Pereira, der ihn engagiert hatte, habe für 2015 und 2016 fantastische Programme vorgeplant, diese werden auch nicht umgeworfen.
2017. Jetzt kommt Markus,  ein Freund der Salzburger und der Festspiele.
Bereits  ab 2006 bis 2010 verantwortete Markus Hinterhäuser das Konzertprogramm der Salzburger Festspiele. Markus Hinterhäuser ist  jetzt plötzlich in Salzburg willkommen. Sympathieträger Hinterhäuser, der bei der Intendantenkandidatur in Salzburg seinerzeit just Pereira unterlag, greift jetzt an und gibt Vollgas. Gerne kommt man ihm dabei entgegen.
Jugendabos: Die Salzburger Festspiele 2017 verdoppeln die Zahl der Jugendabos. Insgesamt werden 6000 Karten aus den Bereichen Oper, Schauspiel und Konzert mit einer Ermäßigung von bis zu 90% für Gäste unter 27 Jahren (für Jugendliche, die nach dem 30. Juni 1990 geboren wurden) reserviert.
Preisverleihung in Graz:  Am  24. Juni erhält Hinterhäuser den  Mortier-Award. Eine Jury würdigte Hinterhäuser als "geistesblitzenden Träumer“.
Auch Rabl-Stadler bekommt Orden("Grande Ufficiale dell'ordine della Stella d'Italia"), denn sie habe wesentlich zum Prestige eines weltweit angesehenen Festivals beigetragen.
Sympathien von bürgerlichen Menschen flogen Rabl-Stadler allerdings erst zu,  als sie bei einer Diskussion im Mai 2017 in Linz meinte:   “Es ist keine Bereicherung, wenn das Frauenbild des Islam zu uns kommt“.
Weiterer Umfrageschock 2017:
Besuchen Sie 2017 eine Veranstaltung der Salzburger Festspiele, wurde Mitte Juli 2017 in Salzburg abgefragt. Nur knapp über 14% könnten sich für diese Frage begeistern. Über 85% zeigten kein Interesse an den Salzburger Festspielen, was die Umfrage aus dem Jahr 2016 bestätigte. Damals sagten über 77% dass sie kein Interesse an den Festspielen haben.
Nun denn, neues Format mit sympathischen Moderatoren solle es richten:
Um nun endlich die Menschen zu aktivieren sich für die Festspiele doch noch zu begeistern gibt es ab  21. Juli freitags um 18.30 Uhr in ORF 2, ein neues TV-Festspielmagazin „Jedermann/Frau“ , welches der ORF Salzburg präsentiert. Rück- und Ausblicke auf das Festspielgeschehen, moderiert von Tobias Pötzelsberger und  Romy Seidl . Motto: Damit die ORF-Seherinnen und -Seher mittendrin sind und nicht nur dabei.
Jetzt bleibt nur noch zu hoffen dass die Menschen auch noch den ORF gucken.

Kommentare

  1. Die R. Seidl ist das Aushängeschild vom Regierungssender ORF. Nur wegen ihr schaue ich das(wahrscheinlich) auch mal an. Auf Oper stehe ich halt nicht sehr.

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  2. Karin K.7/14/2017

    Gemessen an dem, was und wie zwischen Amsterdam und NY inszeniert wird, ist dieses Programm in Salzburg business as usual - von der Aida bis zur Arbeit mit Laien: von allem und für alle etwas dabei. Breit gestreut und nichts besonderes. Also wozu sollen die Leute sich das ansehen wollen?

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  3. eine kluge Frau die Frau Stadler. Ich mag den Islam auch nicht. Und wie ich weiß die Mehrheit der Österreicher auch nicht. Danke Frau Stadler.

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  4. Anonym7/15/2017

    gibt es nicht schon eine hetzkampagne gegen Rabl-Stadler ? also in DE hätte man sich schon überschlagen

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    1. Gucccci7/15/2017

      Voriges Jahr wäre das noch passiert. Dazu kommt das medial die Oper und dessen Protagonisten keine Aufmerksamkeit erregen. Und heute die Grünen gibt’s bald nicht mehr und den kranken Islambefürworter geht die Luft aus. Also juckt es keinen mehr. Ich denke die wollte einfach ein wenig schnelle Publicity für die Festspiele machen.

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  5. Fahadah7/15/2017

    Wer ist diese Rabl Stadler und was soll das? Keine Zustimmung, den der kreative Künstler schafft neue Werke durch Vermischung. Zum Glück hat ihre Stimme in einer Demokratie kein Gewicht. Als Präsidentin eine Zumutung, nicht nur weil sie eine schlechte abgehobene Geschäftsfrau ist, wie hier im Artikel gut zu lesen ist.

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  6. Sebastian037/15/2017

    Sebastian03
    Überall wo der Staat das sagen hat, so wie in diesem Fall ist gewaltig der Wurm drinnen. Die Salzburger Festspiele sind weder ein Gewinn noch etwas Besonderes für die Stadt. Es besuchen doch max. 20.000 Besucher und zwar immer die gleichen das Event, wenn hochgerechnet wird. Es gibt Leute die haben 20 Karten, davon bekommen sie 10 noch geschenkt. Lächerlich finde ich das ständig erklärt wird, wie erfolgreich das doch alles ist. Keine Ahnung wie Politiker Erfolg definieren. Man braucht doch nur den Zustand des Staates anschauen, dann bekommt man Klarheit.

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  7. Ups, bei dieser Bemerkung wird mir die sonst unsympathische Politikerin und Präsidentin gleich wieder charmant und gewinnend. Unter uns, wer braucht schon den Islam?

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  8. Wenn sich Rabl Stadler jetzt unbedingt politisch betätigen will kann sie das gerne tun, aber ganz sicher nicht bei öffentlichen Auftritten. Hat die nicht früher eh solche Tücher(Burkas)in Salzburg verkauft und ist damit Pleite gangen? Ist wahrscheinlich jetzt die Retourkutsche für den Islam.

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  9. Dannami7/16/2017

    mich würde mal interessieren, warum die Kartenbüros massenhaft jedermann Karten zu Preisen um die €150,-- bekommen und diese um €400,-- aufwärts weiterverkaufen und das nicht die Festspiele selbst machen. Oder wird das jetzt endlich geändert, schreit mir gerade meine Frau ins Ohr????? Natürlich sicher jedermann soll dran verdienen.

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  10. Gertraud7/17/2017

    Der echte und einzig attraktive Seniorenmarkt in Salzburg sind die Festspiele. Da kann man sich ungezwungen treffen und man ist nie alleine, sagt zumindest meine Oma, die wird heuer 70. Natürlich habe ich ihr eine dementsprechende Karte gekauft. Die Wiener Philharmoniker unter Muti am 14.August um 11:00 Uhr.

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  11. alice167/17/2017

    Auch mit meinen Augen und den meiner Familie sehe ich den Islam nicht als Bereicherung für Österreich, sondern als Rückschritt in finsterstes Mittelalter, daher ist dem Islam keine gleichberechtigte Stellung einzuräumen. Punkt. Wer damit nicht leben kann, sollte in sein Herkunftsland zurückkehren.

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  12. Damenwahl7/25/2017

    Gestern noch schnell Karten für den Jedermann und La Clemenza di Tito gekauft. Wir freuen uns auf hoffentlich großartige Sangeskunst.

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