It looks like a never-ending story! Warum tut sich die Universität Mozarteum Salzburg so schwer, den Rektors-Posten neu zu besetzen?


Die mit dem Landeskonservatorium Vorarlberg kooperierende Salzburger Hochschule Mozarteum ist seit Juni 2016 ohne Leitung. Der designierte Rektor Reiner Schuhenn gab gestern überraschend bekannt, dass er die Stelle nicht antritt.
Die Suche nach der richtigen Führungskraft, welche  sich in der Vergangenheit bereits als langwierig erwies, wird nun von Neuem beginnen müssen. Siegfried Mauser war nur von Oktober 2014 bis Ende Juni 2016 Rektor des Salzburger Mozarteums.

 Nach dem Rückzug von Siegfried Mauser(Der 62-Jährige habe eine Professorin in zwei Fällen mit Gewalt zu sexuellen Handlungen gedrängt, sagte Richter Markus Koppenleitner in seiner Urteilsbegründung), der in Deutschland wegen sexueller Nötigung verurteilt worden war, ist die Wahl des Universitätsrates im Mai auf Dirigent Reiner Schuhenn gefallen.  Doch der in Deutschland geborene Musiker trat am Montag von seinem Wahlamt als designierter Rektor zurück.
Die Amtsgeschäfte werden jetzt von den Stellvertretern Sarah Wedl-Wilson und Mario Kostal geführt. Seit April 2016 leitete Brigitte Hütter die Kunstuniversität interimistisch. 
Die Kunstuniversität Mozarteum muss nun die seit April 2016 vakante Stelle des Rektors erneut ausschreiben. Eine Wahl ist im Dezember 2016 geplatzt. Die bisherige Unirats-Vorsitzende Viktoria Kickinger war wegen der Kalamitäten um die Rektors-Neuwahl von ihrem Posten zurückgetreten, sie kritisierte in diesem Zusammenhang auch Landeshauptmann Wilfried Haslauer.
Aktualisiert am Freitag 28.07.2017
Die Universität Mozarteum Salzburg dürfte die lange Suche nach einer neuen Führung beendet haben. Elisabeth Gutjahr wurde am Montag zur Rektorin gewählt, nachdem der zunächst designierte Rektor Reiner Schuhenn aufgrund von Unstimmigkeiten sein Amt nicht angetreten hatte. Wann die 1960 in Bonn geborene Rektorin der Trossinger Hochschule für Musik antritt, muss aber noch vereinbart werden. Dann wird die Salzburger Kunstuniversität erstmals von einer Frau geleitet.
Zu Elisabeth Gutjahr : 1960 in Bonn geboren, studierte Elisabeth Gutjahr Rhythmik und Tonsatz in Stuttgart und Köln. Sie fühlt sich besonders dem Bewegungstheater verbunden und beschäftigt sich intensiv mit Neuer Musik. Seit September 2006 ist sie die Rektorin der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen, wo sie bereits seit 1987 eine Professur für Rhythmik innehat. Außerdem ist sie seit 2015 Stellvertretende Vorsitzende im Ausschuss für Musikalische Bildung im Deutschen Musikrat sowie Mitglied im Beirat der Musikfreunde Donaueschingen. Sie schrieb mehrere Opernlibretti, darunter einige für den Komponisten Franz Hummel ("Gesualdo", "An der schönen blauen Donau", "Beuys"), sowie Hörspiele, Gedichte und musikpädagogische Texte.
Aktualisiert am Donnerstag 23.11.2017
Wieder Mozarteum-Eklat: Rektorenbestellung erneut gescheitert. Die Rektorenbestellung an Salzburgs Musikuniversität Mozarteum ist schon wieder gescheitert. Bevor Elisabeth Gutjahr wie geplant gekürt werden konnte, traten drei Mitglieder des Unirates zurück. 

Kommentare

  1. MusicontheRocks7/11/2017

    Was nicht klappt. Wie traurig, schon der zweite gescheiterte Versuch! - Das Universitätsratsystem, das am Mozarteum so permanent & grandios versagt, verdanken wir übrigens der schwarzblauen Schüsselregierung ... Ein schlechtes Erbe. Politisch wird das Mozarteum genauso am Gängelband geführt wir die Salzburger Festspiele. Nur mehr Ja Sager bekommen den Segen.

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  2. Susanne7/21/2017

    Mir tun die auszubildenden jungen Menschen leid, die sich mit diesen Politikum rumschlagen müssen. Schade, das man es nicht schafft eine Lösung zu finden und der Jugend damit als Vorbild dient. Stattdessen versinkt alles im Chaos.

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  3. Soundcloud7/28/2017

    Sehr gut gemacht von Dr. Vavrovsky und nun auch dem ganzen Unirat. Frau Gutjahr war, wie man so hört im Hearing sehr überzeugend.

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  4. Und die KünstlerInnen die diese unbedeutende Institution ausbildet, entlässt man weiter unkommentiert ins Prekariat. Hier liegt schon etwas kräftig im Argen, wenigstens aber die Optik. Wenn die Uni schon zu viel Geld hat, sollte man es in junge Leute investieren, in Stipendien, Gagen, Ausstellungszuschüsse etc. etc.

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