Schweiz und die EU: So nah und doch so fern. Alle Länder drum herum sind doch Mitgliedsländer der EU, wieso sträuben sich die Schweizer Eidgenossen so sehr?

Wer an die Schweiz denkt, dem fällt oft das Adjektiv „teuer“ ein. Unberücksichtigt bleibt jedoch, dass die Eidgenossen durch sehr hohe Einkommen mehr als entschädigt werden. Im Gegensatz zu Deutschland und Österreich.
Die Schweiz lebt und treibt Handel und tauscht sich aus mit Europa, will aber dennoch nicht Mitglied der Union sein. Auch widerstrebt der Schweiz die in der EU deutlich erkennbare unkontrollierbare Masseneinwanderung, welche sich dramatisch auf die Kosten der Länder und auf die Kriminalität auswirkt.  1991 bis 1993 litt die Eidgenossenschaft unter einer Rezession, später unter Stagnation. Die Arbeitslosigkeit stieg an, die 1997 in einem Rekord von 5,2 Prozent im Jahresdurchschnitt gipfelte. Um den Anschluss an den Binnenmarkt nicht zu verlieren, begann Bern mit der EU über sektorielle Abkommen zu verhandeln. 2002 traten dann die Bilateralen I und 2008 die Bilateralen II in Kraft. Dank diesen Abkommen und den damit verbundenen innenpolitischen Reformen holte die Schweiz wirtschaftlich auf. Doch jetzt schwächelt die EU.  Am schlimmsten aber wiegt das Ja der Briten zum EU-Austritt Grossbritanniens.
Ein kleiner Blick in das Lohnniveau zwischen der EU und der Schweiz zeigt:  Die Gehälter sind in der Schweiz oft um bis zu 100% höher als z.B.  in Österreich und Deutschland. So verdient ein Büroangestellter durchschnittlich in der Schweiz Euro 52.000, in Deutschland Euro 37.000, und in Österreich gar nur Euro 25.000 pro Jahr.

Kommentare

  1. Weil die Schweizer sehr klug sind. Sie würden wahrscheinlich in der EU als ständiger Nettozahler völlig ausgeplündert werden; das warnende Beispiel haben sie doch mit uns vor der Haustür. Die ganzen maroden Länder rundherum werden generell im ärmer.

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